Estudiar e investigar en Centroamérica

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Studieren in Zentralamerika

Studiensystem

Die staatlichen Universitäten in Zentralamerika sind im zentralamerikanischen Universitätsrat CSUCA (Consejo Superior Universitario Centroamericano) zusammengeschlossen. Der CSUCA hat zum Ziel, das zentralamerikanische universitäre System in den Ländern zu integrieren, um somit die Qualität, die Zugehörigkeit, die Effizienz, den Austausch und die Gleichheit in der Region zu fördern. Es wird die Kooperation und Kommunikation zwischen den Ländern gefördert, um Probleme der Region zu lösen und die Mobilität der Studenten und Dozenten zu erleichtern.

An den meisten staatlichen Universitäten Zentralamerikas werden die folgenden Titel vergeben:

Niveau

Titel

Leistungpunkte

Dauer

Voraussetzung

Anmerkungen

 

Niveau Pregrado

Diplomado

60-90

2 bis 3 Jahre

 

Niveau zwischen Oberschule und Universität

Profesorado

98-110

mindestens 3 Jahre

   

Niveau Grado

Bachillerato

120-144

2,5 bis 4 Jahre

Bachiller en Educación Media (wie Abitur)

 

Licenciatura

150-180 (komplett)

30-36 (Aufbaustudium)

3,5 bis 5 Jahre (komplett)

1 Jahr (Aufbaustudium)

Aufbaustudium nur mit Titel Bachillerato möglich

 

Niveau Posgrado

Especialidad Profesional

-

mindestens 1 Jahr

Licenciatura

1620 Stunden Arbeitspraxis

Maestría

60-72

1,5 bis 2 Jahre

Mindestens Bachillerato

Maestría Académica mindestens 30 créditos im Bereich der Forschung; Maestría Profesional  mindestens 40 créditos in praktischen Kursen

Doctorado Académico

50-70

1,5 bis 2 Jahre

Maestría

 

 

Hochschulen und Studienangebot

Es gibt leider keine Suchmaschine, um Studiengänge in den Ländern Zentralamerikas zu finden, daher muss man sich auf den Webseiten der Unis über die jeweiligen Studiengänge informieren. Eine Übersicht über die staatlichen Universitäten in Zentralamerika finden Sie hier.

 

Sprachkursaufenthalte
Da das Lehrangebot der zentralamerikanischen Universitäten nahezu ausschliesslich in Spanisch angeboten wird, sollten gute Spanischkenntnisse vorhanden sein. Viele Universitäten bieten ausländischen Studenten die Möglichkeit, Sprachkurse und sprachlich orientierte thematische Kurse zu absolvieren. Informationen dazu finden sich auf den jeweiligen Webseiten der Universitäten. Sprachkurse sind an allen Universitäten gebührenpflichtig.  

 

Art und Aufbau Studiums

An den meisten Universitäten Zentralamerikas kann man sowohl ein Teilstudium (für ein oder zwei Semester), ein Aufbaustudium (im Master) oder ein Vollstudium absolvieren. Bei der Entscheidung für ein Vollstudium, sollte man sich jedoch vorher informieren, ob der erworbene Titel später auch in Deutschland anerkannt wird.

An den staatlichen Unis sind die Studienjahre im Bachelor-Bereich normalerweise in Semester aufgeteilt. Im Master-Bereich kann es sein, dass die Studienjahre in Trimester oder Quatrimester aufgeteilt sind. An den privaten Universitäten sind die Studienjahre oftmals sowohl im Bachelor- als auch im Master-Bereich in Trimester oder Quatrimester aufgeteilt.

 

Zulassung

Voraussetzung für ein Studium in Zentralamerika ist ein Sekundarschulabschluss, das Abitur wird in der Regel anerkannt. Die Zulassung wird durch die Prüfung „Prueba de Aptitud Académica" geregelt. 
Eine weitere wichtige Voraussetzung ist der Nachweis über gute Spanischkenntnisse, da die Veranstaltungen ausschließlich auf Spanisch gehalten werden. Einige Universitäten bieten Spanischkurse für ihre internationalen Studenten an.

Weitere Zulassungsvoraussetzungen werden von den Universitäten individuell festgelegt.

 

Anerkennung

Die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen bei Teilstudien sollte vor dem Aufenthalt in Zentralamerika mit der deutschen Hochschule geklärt werden. Unproblematisch ist dies in der Regel bei Aufenthalten auf der Grundlage von Hochschulabkommen.

 

Aufenthaltsgenehmigung

Um in Zentralamerika studieren zu können, benötigt man in der Regel ein Studentenvisum. Dieses kann man bei den konsularischen Vertretungen in Deutschland beantragen. Die benötigten Unterlagen werden manchmal auf den Webseiten der Abteilung für „Asuntos Internacionales“ aufgeführt, die bindenden Aussagen finden sich jedoch auf den Seiten der Migración des jeweiligen Landes und/oder der jeweiligen Botschaft in Deutschland.

 

Studiengebühren

An vielen Universitäten gibt es Studiengebühren für Einheimische und für Ausländer. Die Studiengebühren für Ausländer sind meist sehr viel höher und manchmal wird zwischen Einheimischen, Lateinamerikanern und dem Rest der Welt unterschieden. An manchen Universitäten muss man pro Leistungspunkt eine Gebühr zahlen, an anderen gibt es Studiengebühren pro Semester bzw. Studienjahr. Die genauen Angaben variieren pro Universität stark und sind auf den jeweiligen Webseiten nachzusehen.

Deutsche Studenten, die als Freemover in Chile studieren möchten, müssen die Studiengebühren in der Regel zahlen. Gibt es jedoch eine Kooperation zwischen der Heimatuniversität und der Zieluniversität, besteht die Möglichkeit, von den Studiengebühren befreit zu werden.

 

Lebenshaltungskosten und Unterkunft

Die Lebenshaltungskosten variieren sehr stark zwischen den zentralamerikanischen Ländern.

In Costa Rica ist mit ähnlichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung zu rechnen, wie in Deutschland. Panamá hat ebenfalls recht hohe Kosten für die Unterkunft, aber die Verpflegung ist dort günstiger. In den anderen Ländern Zentralamerikas ist sowohl die Unterkunft, als auch die Vepflegung recht günstig, wobei in Nicaragua mit den geringsten Kosten zu rechnen ist.

Mögliche Unterkünfte sind WGs, Apartments, Studentenwohnheime oder die Unterbringung in einer Familie. Manche Universitäten bieten ihren Studenten Unterkünfte an, man muss dafür während der Bewerbung einen Antrag stellen.

 

Fördermöglichkeiten

Der DAAD bietet in seiner Stipendiendatenbank unterschiedliche Fördermöglichkeiten für deutsche Studierende an.

 

Allgemeines

Um sich gut auf einen Auslandsaufenthalt vorzubereiten,sollte man keinesfalls vergessen, sich gut über das Zielland und die Zieleinrichtung zu informieren.

Da die Internetseiten der Universitäten teilweise sehr unübersichtlich sind und man nicht immer zeitnah eine Antwort auf Emails bekommt, kann es recht lange dauern, bis man die gewünschten Informationen findet oder erhält. Man sollte daher schon früh anfangen sich zu informieren.

Wichtige Quellen sind die Seiten des Auswärtigen Amtes und der Auslandsvertretungen des jeweiligen Landes. Des Weiteren bietet der DAAD umfangreiche Länderinformationen und allgemeine Informationen und Hinweise zum Studium im Ausland.